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Seminar für Busfahrerinnen und Busfahrer im unterfränkischen Miltenberg

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Busfahrerseminars im unterfränkischen Miltenberg (Foto: Wolfgang Prestele, GA)

41 Busfahrerinnen und Busfahrer der Firmen Ehrlich Touristik aus Großheubach, Auto-Reisen aus Hasloch, Kirchgässner aus Amorbach und der Verkehrsgesellschaft Untermain aus Aschaffenburg nahmen am 29.03.2014 am Seminar der Gemeinschaftsaktion für Busfahrerinnen und Busfahrer in Miltenberg teil.

 

In den Räumen der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg eG freute sich der Geschäftsführer der Gemeinschaftsaktion Wolfgang Prestele über die große Resonanz, die das Seminar bereits kurz nach der Ankündigung gefunden hat, und dankte der Polizeiinspektion Miltenberg, allen voran den Verkehrserziehern Polizeioberkommissar Bernd Pfaff und Polizeihauptkommissar Hubert Becker, für die große Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Seminars.

 

Die Teilnehmer erwartete ein speziell auf die Anforderungen des Schülertransports ausgerichtetes Programm. So reiste aus dem Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in München der Erste Polizeihauptkommissar Hubert Schröder an, um die aktuellen Unfallzahlen mit Schwerpunkt Schulbus vorzustellen. Die Statistik belegt, dass der Schulbus das sicherste Transportmittel für Schulkinder in Bayern ist. Dennoch könne die Sicherheit dieses Transportmittels durch umsichtiges Verhalten aller Verkehrsteilnehmer und Nutzer noch erhöht werden.

 

Wie Konflikte in und um den Bus verstanden, vermieden und bewältigt werden können, erarbeitete der Pädagoge und Psychologe Michael Plewka in einem zweieinhalbstündigen Workshop mit den Teilnehmern. Dabei setzte er auf Interaktion und entwickelte gemeinsam mit den Busfahrerinnen und Busfahrern Strategien, um in Stress- und Konfliktsituation mit anderen Verkehrsteilnehmern und Schulkindern Ruhe und Kontrolle zu bewahren.

 

Nach der Mittagspause trug Malte Loevenich, Pädagoge und Mitglied der Verkehrswacht Miltenberg, wichtige Neuigkeiten aus der Straßenverkehrsordnung vor. Eine Fragerunde an die anwesenden Polizeibeamten und Vertreter der Straßenverkehrsbehörde gab den Teilnehmern die Möglichkeit auf akute und lokale Problemstellungen einzugehen und Anregungen und Wünsche gegenüber den Behördenvertretern auszusprechen.

 

Die Seminarauswertung spiegelt eine sehr positive Bewertung durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wider und zeigt, dass die Schulbusseminare der Gemeinschaftsaktion großes Interesse finden. Für das Jahr 2014 plant die Gemeinschaftsaktion noch mindestens jeweils ein Seminar in den anderen bayerischen Regierungsbezirken.

 

Stimmen zum Seminar 

„Bloß keinen Stress im Bus“ - so war auch ein Artikel im Main-Echo überschrieben.

Vor allem das Verhalten der Kinder vor und im Bus lässt den Blutdruck der Busfahrer oftmals steigen, aber auch das Verhalten der Eltern bereitet mitunter Sorgen. Gefragt sind Übersicht und kühler Kopf, deshalb riet der Verkehrspsychologe Michael 
Plewka den Seminarteilnehmern „Loben Sie auch mal Kinder, die ordentlich einsteigen. Mit Ruhe, Humor und Freundlichkeit kommen Sie weiter“.
(
Vollständiger Artikel im Main-Echo vom 04.04.2014, S. 17)


In einem Interview äußerte sich Stefan Ehrlich, Geschäftsführer der Firma Ehrlich-Touristik zum Stellenwert von Schulbusfahrerseminaren. Diese können nach seiner Ansicht beitragen, die Fahrer zu sensibilisieren, um Unfälle zu vermeiden. Er ist überzeugt, dass jeder Teilnehmer zukünftig das vermittelte theoretische Wissen in der Praxis umsetzen wird. „Ich fand es hervorragend, dass alle Teilnehmer eingebunden waren und es nicht nur ein Vortrag war. Hier wurde aktiv mitgearbeitet, das war sehr gut“, so Ehrlich. Er plädiert für das regelmäßige Angebot solcher Veranstaltungen und fände es sinnvoll und hilfreich, zu einem gegenseitigen Austausch die Eltern mit einzubinden. (Main-Echo vom 04.04.2014)

Fotos der Bildergalerie: Wolfgang Prestele, GA

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