Gemeinschaftsaktion Sicher zur Schule - Sicher nach Hause
Gemeinschaftsaktion Sicher zur Schule - Sicher nach Hause

Jahreshauptveranstaltung am 14.09.2016 in Regensburg : Ein sicherer Schulweg für alle

Gastgeber für die zentrale Veranstaltung der Gemeinschaftsaktion zum Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 war die Grundschule der Vielfalt und Toleranz in Regensburg.

Staatssekretär Georg Eisenreich und die Publikumsrunde (Foto: D. Gauder, GA)

Nach einem musikalischen Auftakt durch Schüler der Grundschule dankte die Rektorin Amalia Hartung-Käser der Gemeinschaftsaktion für die Durchführung der Veranstaltung in Regensburg.

 

Deren Geschäftsführer Wolfgang Prestele begrüßte die zahlreichen Gäste aus Bundestag, Landtag, Ministerien, Polizei, Partnerorganisationen und die Medienvertreter. Er übergab das Wort dann an den Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Regensburg Thomas Faltermeier für ein kurzes Grußwort.

 

Der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs dankte allen Schulweghelfern und der Polizei für deren Verkehrssicherheitsarbeit und bat alle Kinder "Passt auf, was die Polizei Euch sagt".

 

Der Präsident der Landesverkehrswacht Dr. Florian Herrmann freute sich über die hochrangigen Gäste und hofft auf ein entsprechendes Medienecho, damit möglichst viele Menschen auf die Verkehrssicherheitsthematik und die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam werden. Zudem warb er für den Dienst als Schulweghelfer und Schülerlotse. Dort, wo Straßenübergänge durch Schulwegdienste gesichert werden, ereignete sich noch kein tödlicher Schulwegunfall.

 

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich erinnerte in seiner Festrede die Eltern von Schulkindern an ihre besondere Verantwortung: "Kinder brauchen Vorbilder". Wenn Eltern bei Rot über die Ampel gehen, dann werden auch die Kinder die Verkehrsregeln nicht berücksichtigen und sich damit in Gefahr bringen. Staatssekretär Eisenreich dankte besonders den insgesamt fast 50 Organisationen in Bayern, die sich unermüdlich um die Sicherheit im Straßenverkehr verdient machen.

Staatssekretär Georg Eisenreich hielt die Festrede (Foto: D. Gauder, GA)

Andi Ebert lud dann die Ehrengäste und Aktionsträger der Gemeinschaftsaktion zum Podiumsgespräch. Sie gaben dabei viele nützliche Tipps für Eltern, Schüler und Verkehrsteilnehmer.

 

Wolfgang Prestele freute sich über die wachsende Nachfrage nach Seminaren für Schulbusfahrerinnen und Schulbusfahrer. In diesen kostenlosen Seminaren erhalten die Teilnehmer von verkehrspsychologischen Experten praktische Hilfestellungen zur Bewältigung von Konfliktsituationen beim Schülertransport. Zudem stellte er die diesjährige Plakataktion "Bremsbereit für uns!" vor. Das Plakat hängt überall in Bayern an Ortseingängen, Behörden, Dienststellen und Schulen. Bei der Motivwahl wurde in diesem Jahr auch das wichtige Thema Inklusion bildlich umgesetzt. Es zeigt, dass Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam zur Schule gehen und dabei auch gemeinsam den Risiken des Schulwegs ausgesetzt sind.

 

Regierungspräsident Axel Bartelt sprach sich gegen Ablenkungen auf dem Weg zur Schule aus: Handy und Kopfhörer gehören nicht auf den Schulweg, auch nicht die Jagd nach Pokémons. Zudem bat er die Eltern, den Schulweg mit den Kindern einzuüben und die sicherste Variante zu finden.

 

Polizeipräsident Gerold Mahlmeister berichtete, dass es in der Oberpfalz im ersten Halbjahr 2016 bereits 30 Schulwegunfälle gab. Zwar sei dies ein leichter Rückgang, dennoch passierten in der morgentlichen Hektik die meisten Unfälle. Den Familien riet er, morgens rechtzeitig aufzustehen, damit erst gar kein Stress aufkomme.

 

Der Inspekteur der Bayerischen Polizei Thomas Hampel betonte, dass die Polizei das Gespräch mit den Eltern suche. Die Polizei verstehe sich als Partner der Eltern, nicht als Belastung.

 

Dr. Gerhard Pfauser vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr verkündete die positive Nachricht, dass in diesem Jahr kein Kind auf dem Schulweg getötet wurde. Dr. Pfauser riet zur Nutzung des Schulbusses, da Schulbusse statistisch die sichersten Verkehrsmittel sind.

 

Katja Seßlen von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern / Bayerische Landesunfallkasse erklärte, dass mangelnde Sichtbarkeit eine häufige Unfallursache ist. Kinder sollten deshalb helle und auffällige Kleidung tragen, damit sie von anderen Verkehrsteilnehmern nicht übersehen werden.

 

Alexander Kreipl, Verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern hatte daher gelbe Sicherheitswesten für die Erstklässler mit im Gepäck. Der ADAC verteilt bundesweit kostenlose Westen für alle Abc-Schützen. Die Eltern sollten nur bitte dafür sorgen, dass die Kinder sie auf dem Schulweg auch anziehen.

 

Eine erfreuliche Überraschung hatte Doris Mühl von der Sparkasse Regensburg am Ende des Podiumsgesprächs. Mit einem Scheck in Höhe von 7800,- Euro unterstützt die Sparkasse die Verkehrssicherheitsarbeit der Kreisverkehrswacht Regensburg.

 

Mit der Verteilung von Sicherheitswesten durch alle Podiumsteilnehmer an die neuen Abc-Schützen der Grundschule der Vielfalt und Toleranz endete ein erlebnisreicher Schultag für die Allerkleinsten unserer Verkehrsteilnehmer.

 

Wolfgang Prestele dankte in seiner Verabschiedung der gastgebenden Schule sowie allen Partnern und Gästen für ihr ganzjähriges Engagement, den Schulweg in Bayern für alle Kinder möglichst sicher zu machen.

 

Fotogalerie: Weisser Studios Stephanskirchen (Foto 1-25) und Dietmar Gauder, Gemeinschaftsaktion (Foto 26-35)

Bericht des Bayerischen Kultusministeriums zur Veranstaltung

Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung vom 15.09.

Bericht im Onetz. Wir. Leben. Oberpfalz

Aktionsplakat 2016

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